Mensch und Hund: Wo du hingehst, da will ich auch hingehen…

Samstag ist der Teilzeithund (TZH) mit seinem anderen Menschen schon wieder umgezogen. Nach einem guten Jahr in einer idyllisch gelegenen WG im Altbau in Neukölln wohnen sie nun in einer Tempelhofer Neubauwohnung. TZH war sehr aufgeregt und rannte wild in der neuen Wohnung herum. Heute, da bin ich sicher, fühlt sie sich dort schon ganz zu Hause. Während Katzen nach einem Umzug in jeder nur denkbaren Hinsicht ihr Missfallen mit diesem ruhelosen Umherziehen kundtun, ist TZH flexibel. Zwar trägt sie keinen Hut, den sie aufhängen könnte. Aber wo ihre Menschen, Näpfe und Kuscheldecken sind, ist auch sie sofort daheim.

Egal wo: Ein Loch buddeln hilft IMMER.

Egal wo: Ein Loch buddeln hilft IMMER.

Ein Wunder der Anpassung? Hunde passen sich dauernd an ihre Menschen an und machen dabei eine Menge mit. Alle paar Monate kommen neue Ergebnisse aus der Tierpsychologie, die uns helfen sollen, unsere Hunde besser zu verstehen. Aber jeder Mensch mit Hund weiß auch so, welche Leistungen Laila und Fluffi Tag für Tag vollbringen: Wie es sich unsere Tiere in der U-Bahn gemütlich machen, Autofahren lieben lernen und nicht einmal mit dem Öhrchen zucken, wenn LKWs vorbei brausen. TZH hat sich sogar innerhalb kürzester Zeit an eine ganz neue zweite Bezugsperson gewöhnt. Unterschätzt wird aber, wie sehr auch wir uns an unsere Hunde anpassen. Kleidung ist dabei nur eine Facette. TZH hatte mich in einigen Punkten in kürzester Zeit sehr erfolgreich gut erzogen. Um relativ wahllos ein paar Beispiele zu nennen:

  • Ich knalle keine Türen mehr, weil der arme Hund sich dann immer so erschrickt. (Daran sind schon viele Menschen gescheitert.)
  • Ich klappere beim Spülen kaum noch mit Geschirr, das hasst TZH auch.
  • In den Wochen mit Hund ziehe ich natürlich das eine Kino, das Hunde hereinlässt, allen anderen vor.
  • Selbstverständlich bringen wir im Nahbereich unseres Zuhauses wohnende Freundinnen und Freunde nach einem gemeinsamen Abend heim. TZH mag es gar nicht, wenn Menschen ohne ihren Schutz in die Nacht verschwinden. Sie zuhause sicher abzuliefern, gibt ihr dagegen das Gefühl, eine Arbeit gut erledigt zu haben.
  • Musik stelle ich nicht zu laut.
  • Ich lasse nur noch selten einen Kuli oder ein Feuerzeug auf den Boden fallen. Wenn doch, entschuldige ich mich sofort. Beim Hund natürlich.

Ich würde generell ausschließen, dass ich zu vorauseilendem Gehorsam neige. Außer, selbstverständlich, dem Hund gegenüber.

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