Winter mit Hund: Shopping-Tipps für Anfänger

Hüscher Hund, hässliche Schuhe.

Flauschiges Fell, hässliche Stiefel: Winter mit Hund.

Vor ein paar Tagen traf ich einen Mann mit einem Hundewelpen, den der Teilzeithund (TZH) gleich sehr gern mochte. Nachdem die beiden eine halbe Stunde herumgetollt hatten, wies der Begleiter des Welpen auf seine Turnschuhe und sagte, er müsse dringend heim. Seine nassen, kalten Füße spüre er kaum noch. Anfänger! Ich stelle immer wieder fest, dass Zubehör für den Hund in aller Regel überflüssig ist. Mittlerweile hat der Neuhundehalter Gelegenheit von Luxus bis hin zu „Nachhaltigkeit“ in allen Kategorien viel Geld dafür auszugeben. In meinen Augen sollten Menschen mit Hund durchaus investieren – bloß nicht in teure Reisehundebetten. Seit ich mein Leben  mit TZH teile, habe ich dazugelernt und einige unerwartete Neuanschaffungen getätigt, die ich unbedingt weiterempfehle:

  1. Wasserdichte, mit Wolle gefütterte Schneestiefel. Hier gern mal ein paar Euro mehr anlegen, das lohnt sich. Wolle wärmt einfach angenehmer als irgendein Plüsch. Die Stiefel hatte ich ursprünglich für einen anderen Zweck gekauft, aber jeder Mensch mit Hund, der ganz gern warme Füße hat, sollte welche haben!
  2. Eine bis zu den Knien reichende warme Winterjacke. Nichts aus Wolle, das dann jedes Mal in die Reinigung muss, wenn fremde Hunde auf dem Hundeplatz die Pfoten an einem abwischen. Und keine teure Funktionsjacke, bei der mensch sich über Dreck ärgert, der ständig garantiert ist. Ich habe einen Lederparka, Second Hand aus den 1980er Jahren, den ich jeden Tag mehr liebe. Weil er regen- und winddicht ist, abwischbar und auch noch schön.
  3. Gummistiefel. Da reichen die ganz billigen, für Schietwetter, wenn es zu warm für Schneestiefel ist.
  4. Am besten kombiniert mit: Einer alte Regenjacke von einem Zweimetermann, die sehr, sehr viel zu groß ist und über absolut alles passt. (Die Männer, die selbst zwei Meter groß sind, haben da allerdings Probleme.)
  5. Einen guten Staubsauger. Ich finde nichts langweiliger als Haushaltsgeräte zu kaufen. Was noch funktioniert, wird also nie ersetzt. Das erste Jahr lebten TZH und ich deshalb mit einem uralten Staubsauger zusammen, der mürrisch und halbherzig saugte und sich nach etwa 15 Minuten gern eine Auszeit nahm. Erst nach dessen endgültigen Ableben (Rauchwolken aus dem Gerät haben sogar mich überzeugt.) habe ich uns ein neues Modell gegönnt. Eine saubere Wohnung in der halben Zeit!

Der Hund hat übrigens von diesen Ausgaben eine Menge: Gutgelaunte, gesunde Menschen, die bei jedem Wetter lange mit ihm spazierengehen. TZH zieht das eindeutig einem Halsband für über 100,- Euro vor.

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