Könnten alle mal hersehen?!!! Drama Queen TZH

Alle Jahre wieder…beraten TZHs zwei Menschen die Strategie zum Jahreswechsel. Würden in Berlin endlich die Böller verboten, wir hätten ein großes Problem weniger. Leider sieht es nicht danach aus. Letztes Jahr hat TZHs anderer Mensch mit ihr die Tage um Silvester in Polen verbracht. Ob sie das dieses Jahr wiederholt, ist noch unsicher. Streng genommen wäre ich an der Reihe, unseren Hund zu Silvester auf eine Reise einzuladen. Doch dieses Jahr fehlt es mir an reisewilligen Freunden und Freundinnen, von TZH abgesehen natürlich. Mit ihr ganz allein aber mag ich nicht irgendwo auf dem Land Silvester feiern.

"Mehr Drama, Baby!" TZH muss das keiner sagen.
„Mehr Drama, Baby!“ TZH muss das keiner sagen.

Medikamente könnten eine Notlösung sein. Eine neue Anregung brachte ein mir bekannter Psychologe ein: Vom therapeutischen Standpunkt aus gesehen, entscheide sich der Hund immer wieder neu, sich in eine Panik hineinzusteigern. Eine reale Gefahr für TZH bestehe nicht, also müsse sie durch die Situation durch.  Harte Worte? Möglicherweise. Tatsächlich jedoch ist ist er nicht der erste, dem auffällt, dass der TZH eine Schwäche für das dramatische Fach hat. Spielen beispielsweise zwei Hunde miteinander und ignorieren TZH, reagiert sie empört: Meist bellt sie wütend und drängt sich immer wieder zwischen das Duo. Hilft das nichts, wälzt sie sich knurrend auf dem Rücken herum, straft die anderen scheinbar mit Verachtung, kontrolliert aber mit schnellen Seitenblicken, ob sie – endlich – im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.

Ein Bekannter vom Hundeplatz kommentierte vor einiger Zeit ebenfalls, ich hätte eine echte kleine Drama Queen. Natürlich bleibt die Frage, inwieweit TZHs Repertoire andere Rollen vorsieht. Trotzdem: Erlauben wir ihr mehr als für sie gut ist, ihre dramatische Ader auszuleben? Meine Überlegungen werden nicht erleichtert dadurch, dass TZHs anderer Mensch und ich beide ebenfalls recht gut darin sind, aus kleinen Missgeschicke in unserem Kopf große Katastrophen entstehen zu lassen. Zumindest so lange, bis uns jemand auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Inwieweit könnten wir TZH zum Rollenwechsel veranlassen, statt Medikamentengabe versus Reiseplanung zu debattieren?

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