Mit Hund und ohne Hut: TZH geht zum Pferderennen

Der aufregendste Ausflug der letzten Wochen führte den Teilzeithund (TZH) und mich zum Pferderennen. Unser erstes Mal – ich war noch nie auf einer Rennbahn, weil ich dem Umgang mit Pferden im Leistungssport gegenüber skeptisch war und bin, und TZH kommt allein nicht auf das Gelände. Den Hund mitzubringen ist erlaubt, solange er an der Leine bleibt, um nicht zwischen die Pferdehufe zu geraten. Mit Hund, aber ohne Hut? Tatsächlich ist die Berliner Rennbahn Hoppegarten nicht Ascot. Deutlich mehr Menschen tragen eine Leine in der Hand als einen Hut auf dem Kopf.

Pferde? TZH guckt sich lieber die Rennbahn-Hunde an.

Pferde? Die müssen hier irgendwo sein.

Wobei ich die Leine abgeben musste: TZH und ich waren in Begleitung von Freunden und einer pferdeverrückten Zehnjährigen. Das Mädchen liebt auch Hunde sehr und hat darauf bestanden, TZH zu führen. Netterweise hat der Hund bereitwillig mitgespielt. TZH hat sich auf der Rennbahn gut unterhalten: Beim Laufen über das Gelände, dem Kennenlernen ihrer neuen zehnjährigen Freundin und einiger Hunde (Terrier und Irish Setter sind die Hunde der Wahl beim Rennpublikum). Die Pferde dagegen hat sie völlig ignoriert. Ich hatte vermutet, es würde sie aufregen, wenn zwölf Pferde in einem Höllentempo nur wenige Meter entfernt an uns vorbeistürmen. Weitgefehlt. TZH interessierte alles andere mehr. Hervorheben würde sie vermutlich den gepflegten, weichen Rasen und die netten Jockeys, die Hunde sehr zu mögen scheinen.

Mein Resümee: Ich habe, beraten von der erwähnten Zehnjährigen, erfolgreich gewettet. Vom Gewinn und konnten wir uns auf der Rennbahn ein Bier (für mich) und eine Bratwurst (für die charmante Expertin) leisten. Und der Tierschutz? Ich weiß nicht mehr als zuvor. In jedem Fall wird immer noch mehr Fürsorge in die Pferde als in die Reiter investiert. Als im letzten Rennen ein Pferd durchging und den Jockey abwarf, erfuhren wir gleich nach dem Einfangen des Pferdes, dieses sei unverletzt. Der Jockey wurde mit einem Krankenwagen abgeholt. Über seinen Zustand verlor der Rennbahn-Ansager kein Wort.

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