TZH ist kein Hund. Sagt K.

Am Sonntag rief mich meine Freundin K. an, die ich in einem Gemeinschaftsgarten treffen wollte. Leider habe sie am Eingang wieder kehrtmachen müssen. Denn im Garten seien vier große Hunde und sie habe eine Hundephobie. Das verblüffte mich – der Teilzeithund (TZH) und K. waren sich schon häufiger begegnet. „Aber TZH ist ja auch kein Hund!“ – „???“ – „Na, ich meine: kein HUND. Sie beißt nicht und sieht nicht aus wie ein Pitbull.“

Sie ist ein Hund. Wir sind beide ganz sicher.

Sie IST ein Hund. Wir sind beide ganz sicher.

Kurz darauf trafen wir uns, K., TZH und ich, und gingen zusammen in den Garten. Die vier schon anwesenden großen Hunde (Mischlinge, von denen zwei tatsächlich einen Pitbull im Stammbaum erahnen ließen) jagten sich gegenseitig gutgelaunt über die Wiese. Ihr von lautem Bellen und Knurren untermaltes Spiel musste auf jemand mit Hundeangst bedrohlich wirken. K. fühlte sich mit TZKeinHund und mir im Rücken immerhin sicher genug, den Garten zu betreten. TZH durfte neben ihr im Gras liegen, zu den anderen Hunden hielt sie einen weiten Sicherheitsabstand, unterstützt von TZH. Denn die spürte, dass K. unsicher war und freute sich, sie beschützen zu dürfen.

K. erzählte, dass sie an manchen Tagen sogar den Supermarkt nicht verlassen könne(!), weil davor große, unangeleinte Hunde auf ihre Menschen warteten. Sie wartet dann auch, auf der anderen Seite der Tür allerdings, bis deren Menschen mit dem Einkauf fertig sind und mit ihren Hunden zusammen abziehen. Auch allein in einem Park die Sonne zu genießen, kommt für K. nicht in Frage. Weil dort immer Hunde frei herumlaufen. Das erste Mal ist mir klargeworden, wie einschränkend die Freiheit der Hunde, für die ich als Leinenzwang-Gegnerin ausdrücklich eintrete,  für manche Menschen sein kann. Ob es viele Menschen mit Hundephobie gibt? Dass diese einen strikten Leinenzwang begrüßen würden, verstehe ich allerdings…

TZH hat auch in ihrer neuen WG gehört, sie sei „eher wie eine Katze, angenehm im Zusammenwohnen“. Das war als Kompliment gemeint: Bis TZH einzog und ihn eines Besseren belehrte, bedeutete für einen ihrer Mitbewohner das Leben mit einem Hund, dauerndes Kläffen ertragen zu müssen, oft angebellt und ab und zu gebissen zu werde. Wie kommt dieser schlechte Ruf der Hunde zustande? Ich bin verwirrt. Gibt es so viele bissige Kläffer in dieser Stadt?

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