Schubladen im Hundekopf: TZHs gespaltene Persönlichkeit

Der Teilzeithund (TZH) und ich genießen die schöne Herbstsonne. Noch lieber würden wir einen warmen Spätsommer genießen, wie letztes Jahr, als ich am 3.10. noch in einem See schwimmen war. Auf der anderen Seite ist es gut für TZHs zartes Nervenkostüm, dass sie mich nicht mehr im gefährlich tiefen Wasser mit dem Tod flirten sieht. TZHs anderer Mensch hat mir übrigens versichert, dieser Hund habe niemals jemanden ertrinken sehen – trotzdem glaubt TZH auch ihr nicht, dass sie ein Bad im See überleben kann.

Aktuell machen TZH und ich lange Spaziergänge und haben auch einen neuen Hundeplatz ausprobiert, eine Brache bei uns um die Ecke, die vermutlich nächstes Jahr bebaut wird. Die Fläche ist inoffiziell zum Hundeauslauf aufgestiegen, d.h. der Zaun ist an einigen Stellen offen. Und nirgendwo steht ein Schild, dass das Betreten ausdrücklich verbietet. Uns von dem Leinenzwang in den Parks geplagten Berliner Menschen und Hunden reicht das als Einladung vollkommen.

Gespaltene Persönlichkeit? Na, und!

Gespaltene Persönlichkeit? Na, und!

Heute aber habe ich mit TZH wieder auf unserem früheren Stamm-Hundeplatz vorbeigeschaut, den sie seit einigen Wochen nicht mehr zu mögen schien. In der letzten Zeit waren wir ab und an sehr kurz dort. Immerhin spielte sie auf dem Platz dann schon wieder mit anderen Hunden, falls es, das schien der Punkt zu sein, dort nicht all zu voll war. Heute haben wir TZHs Lieblings-Beagle und seine beiden Menschen getroffen, ein nettes Paar. Die beiden haben mir erzählt, dass TZHs anderer Mensch letzte Woche mit ihr auf dem Platz war. Das muss eine Premiere gewesen sein, da TZHs zweites Zuhause einige Kilometer entfernt im hippen Neukölln liegt. Begleitet von ihrem anderen Menschen hat TZH den Beagle und seine Menschen zu deren Verblüffung jedoch komplett ignoriert. Kein Funke des Erkennens, wie ich hörte. Die beiden haben sogar nachgefragt, ob dieser Hund wirklich TZH sei!

Ob TZH zwei Schubladen im Kopf hat? Eine für „unsere“ Freunde und Bekannte und eine für die, die sie mit ihrem anderen Menschen teilt? Vielleicht gerät sie in Verwirrung, wenn Menschen und Hunde plötzlich in der falschen Schublade erscheinen? Oder aber, und das ist eine durchaus realistische Möglichkeit, Madame TZH war gerade nicht so danach, einen Beagle-Rüden durch das Gebüsch zu jagen.

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