Die Schöne und das Tier

Langweilige Spaziergänge kennt eine Berliner Hündin nicht. Oft prägen großstädtische Phänomene das Leben des Teilzeithundes (TZH). Landhunde stolpern sicher nur selten über ein Drogen-Depot im Gebüsch eines Parks. Oder erleben mit, wie sich ein Mann in der U-Bahn plötzlich komplett auszieht und seine dreckige Kleidung durch den Wagen wirft. Für TZH sind die Irren der Stadt kaum einen zweiten Blick wert. Interessanter findet sie die vielen Nachrichten, die die anderen Berliner Hunde an jeder Ecke hinterlassen.  schwan1 An der Rummelsburger Bucht konnte ich dagegen zusehen, wie es in TZHs hübschem Kopf heftig arbeitete: Diese anderen weißen Tieren schwammen doch sonst immer im Wasser mit den Enten? Und was bedeutete dieses laute Zischen und Flügelschlagen?

Der Schwan steigerte sich bei TZHs Anblick zu einer Lautstärke, die ich noch nie aus einem Schwanenhals kommend gehört hatte. Seinen Nachwuchs hat er wirklich mit aller Kraft verteidigt. Kurz bekam ich sogar Angst, gleich meinen wunderbaren Hund unter einem beißenden Schwan hervorziehen zu müssen. Zum Glück blieb TZH brav neben mir auf dem Weg stehen. Sie ist eben ein kluger Hund: Dealer und Nackte beißen nicht. Aber wütende weiße Vögel, von denen halten wir uns fern.

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