TZH verführt Touristin: The London Love Letters

Wie fast immer, wenn ich länger als eine Woche nicht blogge, ist der Teilzeithund (TZH) aktuell an meiner Seite: Die Spaziergänge mit dem Hund stehen manchmal dem Schreiben über unser Leben zeitlich doch sehr im Weg. Bereits letzten Mittwoch habe ich TZH in Neukölln abgeholt. Bei mir wohnte für einige Tage eine Freundin, eine bei London lebende Griechin, und TZH hat unser „Urlaub in Berlin“- Programm gern begleitet.

TZH im Verhörraum der Stasi.

Gutgelaunt im Verhörraum der Stasi…

Weil unsere Besucherin bereits öfter in Berlin war, kannte sie viele der üblichen Sehenswürdigkeiten schon. Diesmal haben wir u.a. Zeit in Potsdam verbracht und uns dort die Gedenkstätte Lindenstraße angeschaut, ein ehemaliges Stasi-Gefängnis. Ich kann den Besuch nur allen Berlinern und Touristen ans Herz legen – mensch kann die alten Zellen und einen Verhörraum besichtigen, und viele Informationstafeln und Videos erzählen die Geschichten früherer Häftlinge. Leider sind alle Informationen nur auf Deutsch zugänglich; dafür kostet der Eintritt nur 1,50 Euro, so dass auch für ausländische Gäste ein schneller Besuch um des Eindruck willens lohnt. Und TZH durfte mit hinein! Aber der riesige Park Sanssouci war eher nach ihrem Geschmack. Das ging meiner Besucherin ganz anders: Sie war von der Gedenkstätte sehr beeindruckt, aber abgestoßen von dem Größenwahn, für eine Sommerresidenz vier(!) bombastische Schlösser zu errichten. TZH übersieht solche Hybris gern, wenn die Prunkbauten nur von genug Grünflächen und von Enten bewohnten Wasserläufen umgeben sind.

...und gutgelaunt auf dem Todestreifen. odestreifen in Bewunderung.

…und auf dem Todestreifen.

Auch in der Gedenkstätte Berliner Mauer blieb sie vom historischen Erbe unbeeindruckt. Dafür stand sie selbst im Mittelpunkt: In dem einschüchternden Gelände ließ sich die Hälfte der Besucher nur zu gern von einem hübschen Hund ablenken, der sich fröhlich im Gras wälzte – ohne zu ahnen, dass die nette Grünfläche einst zum Todesstreifen gehörte. Vermutlich muss ich aufpassen, dass TZH ihre Popularität nicht zu Kopf steigt. Denn auch unsere Besucherin hat sie mit Aufmerksamkeit überschüttet. Und schrieb nach ihrer Heimreise: „…I’ll admit: in Berlin, I fell in love with a dog. And before you say anything – the feeling was mutual. She liked me too! She is the best dog I have seen in my adult life. She is smart, well-behaved, playful and has very cute ears! Now I really miss her. No dog here in England to bark at me because I went away for a few minutes (to buy chocolate at the supermarket). … I send her lots and lots of hugs!” TZH bekommt nun also Liebesbriefe aus London – wer wünscht sich das nicht?!

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