Silvestertrauma: TZH erholt sich von ernster Panikattacke

Und diesmal ist das leider ernstgemeint: Für TZH hat das Jahr gar nicht gut angefangen. Schon ab dem 28.12. hat sie sich ständig im Badezimmer verkrochen. Das hat nur ein Fenster und dient ihr darum im Krisenfall als privater Bunker. Schließlich habe ich ihr dort  ein halbwegs gemütliches Lager bereitet. Aus dem Haus ging sie nur noch sehr, sehr ungern. Einmal hat sie nachts sogar ins Treppenhaus gepinkelt, wohl in der Annahme, so um den Ausgang herumzukommen. Zum Glück konnte ich die Pfütze aufwischen, bevor sie jemand bemerkt hat.

TZH im Bunker.

TZH im Badezimmer-Bunker.

Den 31.12. hat TZH ab Einbruch der Dunkelheit mit Zittern verbracht. Sogar ihre Zähne klapperten. Beim Tierarzt hatte ich Zyklene besorgt und ihr schon mittags gegeben. Dieses Medikament führt dem Hund ein Protein zu, das Welpen durch die Muttermilch aufnehmen. Im Darm bildet sich daraufhin ein beruhigendes Enzym; das Mittel soll das Gefühl beschützter Welpentage simulieren. Ich hatte viel Positives darüber gehört. In schweren Fällen bewirkt es leider gar nichts, wie ich nun weiß.

Für den Notfall hatte mir der Tierarzt zusätzlich eine Art Valium für Hunde gegeben. Weil das jedoch starke Nebenwirkungen hat, habe ich gezögert, es ihr zu geben. Schließlich war es zu spät, weil die Wirkung erst nach zwei bis drei Stunden einsetzt. Zudem hätte ich es nur noch schwer in den völlig panischen Hund hineinbekommen.

Vielleicht war es ein Fehler, nicht rechtzeitig die chemische Keule auszupacken. TZH ist eindeutig traumatisiert von der Silvesternacht. Gestern hat sie mir ins Wohnzimmer gepieselt (!), was uns beide gleichermaßen überrascht und entsetzt hat. Sie will immer noch nicht vor die Tür. Heute haben wir tagsüber mit viel Lob und Leckerchen zweimal eine Runde um den Block geschafft. Auf der anderen Seite: Was heißt eigentlich „immer noch“? Heute ist erst der 2.1.! Ich muss Geduld haben. Zuhause hat TZH schon wieder gute Laune und wirkt entspannt. Und bald machen wir sicher auch wieder lange Spaziergänge – gut für uns beide. TZH liebt normalerweise nichts mehr, als draußen herumzutoben. Und ich spaziere sehr gern mit TZH durch die Welt. Leider kann ich aber einfach nicht mit der gleichen Begeisterung wie sie an speichelfeuchten Teddys herumziehen ;-). Dass sie spielen will, ist jedoch ein gutes Zeichen. Gestern war sie nach ihrer Panikattacke völlig erschöpft.

Aber trotz schlechten Starts: Schönes 2013! Ein gutes neues Jahr wünschen TZH und ich!

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4 Antworten zu Silvestertrauma: TZH erholt sich von ernster Panikattacke

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