TZH: Dramatischer Überlebenskampf im Eis

Nein, Quatsch, nix passiert. Angelehnt an das wunderschöne „aktuelle-bingo“ wollte ich nur gern einmal eine irrsinnig dramatische Schlagzeile für eine irrsinnig harmlose Geschichte entwerfen. TZH ist allerdings tatsächlich ins Eis eingebrochen, beim Versuch einen Stock aus dem Teich im Stadtpark Lichtenberg zu bergen. Im Sommer geht sie dort öfter schwimmen. Für uns ist der Stadtpark eine Art ruhige Abwechslung zum Görli: viel Grün, wenige Hunde, viele Rentner, keine Dealer. Die meist schon älteren Lichtenberger nehmen gutmütig hin, dass sich ein weißer Hund mit Getöse in ihren Zierteich wirft.

Da wäre noch viel Platz für ein paar hundeförmige Löcher... aber mich lässt ja keiner!

Da ist noch viel zu viel Eis übrig…

Heute allerdings war das Bad nicht eingeplant. TZH hat den einen unbeobachteten Moment genutzt, um auf das Eis zu schleichen. Dieser Hund ist wirklich wahnsinnig. Sie war einen Moment überrascht, plötzlich im Wasser zu landen. Zum Glück reichte es ihr nur bis zur Brust. Ein Glück war das in meinen Augen, TZH war entzückt, ein Stück Badeteich freigelegt zu haben. Erfreut hat sie gleich versucht, den Spaß noch einmal zu wiederholen. Ohne mich Spielverderberin an ihrer Seite hätte sie fröhlich ein paar Stunden im Wasser Eisbrecher gespielt.

Ansonsten: Ich habe keine Lust mehr, mich über die blöde Böllerei aufzuregen. TZH und ich nehmen die Lage jetzt stoisch hin. Wir können es sowieso nicht ändern, und in drei Tagen ist der Spuk vorbei. Aktuell machen wir jeden Tag einen großen Spaziergang. Gegen 15.30 Uhr knallt es das erste Mal und Schwefelgestank breitet sich über dem Kiez aus. Daraufhin will TZH sofort und ganz schnell nach Hause. Und ziemlich bald gehen wir dann langsam heim. Auf ziemlich bald statt sofort und langsam statt ganz schnell bestehe ich, damit sie sich nicht noch mehr in ihre Panik hineinsteigert. Nachts überrede ich sie zu einer kleinen Runde um den Block. Und am 1.1. werden wir zusammen „Abendschau“ gucken. Und wenn wir hören, wie viele Deppen nach der Silvesternacht ein paar Finger weniger haben, dann lächeln wir beide ganz freundlich und räkeln uns behaglich vor dem Fernseher ;-).

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3 Antworten zu TZH: Dramatischer Überlebenskampf im Eis

  1. Sofia schreibt:

    „Und ziemlich bald gehen wir dann langsam heim. Auf ziemlich bald statt sofort und langsam statt ganz schnell bestehe ich, damit sie sich nicht noch mehr in ihre Panik hineinsteigert“: Weil aber der Schnee getaut ist und die Straßen nicht mehr glatt sind, hast du den richtig grossen Spass verpasst: Du wärest sonst von einem eiligen, angeleinten, weissen Nikolaus-Hund nach Hause a la Schlitten-Fahren geführt! Nächstes Jahr vielleicht!
    :-p

  2. Pingback: Silvestertrauma: TZH erholt sich von Panikattacke | Teilzeithund

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